Berichte - Bangkok u. Krabi - Fotos


Februar 2018 - Es ging mal wieder nach Thailand. Wir tauschten also Wintertristesse gegen Sonne, Strand und mehr. Das ehemalige Siam (bis 1939 Landesbezeichnung) garantiert praktisch immer wunderbare Ferien. Auch dieses Mal, soviel sei vorweg genommen, hatten wir eine tolle Zeit. Wir flogen wie so oft wenn es Richtung Osten geht über die arabische Halbinsel, wurden jedoch unserer Stamm-Airline "Emirates" untreu. Für diesen Trip buchten wir unsere Flüge bei Oman Air, eine durchaus gute Wahl. Oman Air ist uns auch nicht gänzlich unbekannt, flogen wir doch damit 2015 nach Sansibar. Ein nagelneuer "Dreamliner" der Airline, ein bildschönes Fluggerät im Übrigen, brachte uns zunächst in ziemlich genau 6 Std. nach Muscat. Hier gönnten wir uns ein (sauteures!) Bier im recht neuen Irish Pub des nach wie vor kleinen, überschaubaren Airports. Es folgte die 2. Etappe nach Bangkok. Dieser Flug dauerte 5, 5 Std., war etwas ruppig, aber pünktlich.

Die Sonne ging gerade auf, als wir die thailändische Metropole erreichten. Wir hatten im Vorfeld der Reise ein "VIP-Ankunftspaket" (klingt das nicht herrlich abgehoben) gebucht und siehe da, im Flughafen erwartete uns eine bezaubernde Thaidame die uns namentlich begrüsste. Sie geleitete uns zügig durch die Einreiseprozedur, wartete an der Gepäckausgabe mit uns auf die Koffer und führte uns zum Transfer-PKW. Ich muss sagen, das hat(te) was. Wir waren natürlich viel zu früh am Chatrium Hotel-Riverside, unserem Domizil für 4 Tage. An ein Check-Inn war erstmal nicht zu denken. Uns wurde jedoch für 2000 Baht ein "Early-Check-Inn" angeboten. Kurze Überlegung, hmm, wir waren ja "VIP`s", also ab dafür. Wenn schon, denn schon. Das Nötigste wurde ausgepackt und dann ging es direkt an den schön gelegenen Pool zum ausruhen, zum ankommen. Recht früh machten wir anschliessend auf den Weg um unser erstes Abendessen in einer Stadt einzunehmen, die sich auch und gerade über ihre famose Küche definiert. Wir entschieden uns für das fussläufig zum Hotel liegende Kurissara Thai Cuisine. Eine sehr gute Entscheidung, das Essen war top. Das kleine Restaurant verfügt über lediglich 5 oder 6 Tische. Vielleicht waren es auch 7. Mehr aber definitiv nicht. Der erste Tag liess sich also schon mal gut an.

Am nächsten Morgen, nach einem klasse Frühstück, steuerten wir die "Grand Dame" der Backpackerstrassen, die Khao San Road an. Nach wie vor sieht man hier Freaks mit Batik-Hosen und Dread-Locks inkl. Dauergrinsen (wo auch immer das herrührt), sowie junge Mädels aus aller Herren Länder mit Riesenrucksäcken. Neben dieser bekannten Klientel gibt es aber mittlerweile auch Pauschal-Touristen mit ihren Rollkoffern zu sehen. Ihren Zauber, so sie mal einen hatte, hat die Khao San Road längst verloren. Für eine ordentliche Massage, oder um einfach bei einem Kaltgetränk die unterschiedlichsten Leute zu beobachten, ist die knapp einen halben Kilometer lange Strasse aber immer noch gut. Unser Hotel, das erwähnte Chatrium Riverside, liegt direkt am Chao Praya und besitzt ein eigenes Shuttle-Boot welches in kurzen Abständen regelmässig zum Sathorn-, bzw. Central-Pier fährt. Von da aus kommt man zu vielen interessanten Zielen der thailändischen Metropole. Wir fuhren u. a. zum berühmten Wat Pho-Tempel und zum Nightmarket Ratchada. Ein weiterer Nachtmarkt den wir besuchten war der Asiatique the Riverfront-Markt. Hier gibt es gutes Essen, sehr gute (Fake)-Uhren und noch bessere Rucksäcke. Die waren echt und obendrein echt billig. Ich holte mir ein koreanisches Exemplar für 700 Baht (18€) und bin bis heute zufrieden damit.

Wir gönnten uns auch ein "Dinner-Cruise" auf dem Chao Praya. Es war nett das abendliche Bangkok langsam vom Boot aus zu beobachten, aber noch mal würden wir es nicht machen. Vielleicht würde dieses Statement positiver ausfallen, wäre uns beiden nicht genau an diesem Abend schlecht gewesen. Das reichhaltige und in viel zu kurzen Abständen gereichte Essen auf dem Boot konnten wir so kaum geniessen. Noch ein paar Worte zum Hotel. Das Haus glänzt in erster Linie mit der überragenden Aussicht auf den Fluss (Foto oben) den man von vielen Zimmern hat. Die Zimmer verfügen im Übrigen über kleine Balkons. Sehr ungewöhnlich für ein City-Hotel, insbesondere in Bangkok. Ein grosszügiger Pool, riesige Zimmer und eine motivierte Staff, machen das Chatrium darüber hinaus unbedingt empfehlenswert.

Nach 4 Tagen Citytrubel freuten wir uns auf den erholsamen Teil der Reise. Ein Airbus der Bangkok Airways flog uns in nur 1 Stunde nach Krabi. Der Flug war nicht nur kurz, er war dank meiner Sitznachbarn, einem redseligen Pärchen aus England, auch kurzweilig. Nach Entgegennahme unserer Koffer folgte noch eine rund 40-minütige Fahrt und wir waren am ersten Hotel unser "Beachsession" angekommen. Das Dusit Thani  Beach Resort ist rein optisch sicher keine Augenweide, aber ein tolles Resort, welches wir uneingeschränkt genossen. Wir hatten ein Zimmer mit (dezentem) Meerblick. Einen besseren Blick hatten wir auf einen, was war es, Tümpel, Teich, ein Gewässer eben. Wir konnten da Warane und zahlreiche Vögel beobachten, darunter quietschbunte Bienenfresser. Ich glaube dass es Bienenfresser waren. Ich bin ornithologisch nicht so bewandert, aber auch nicht völlig unwissend. Es waren sicher Bienenfresser. Es gab aber gar keine Bienen, egal.

Zum Zimmer. Unseres lag im Erdgeschoss und glänzte u. a. mit superbequemen Betten, sowie einem stylischen Bad inklusive freistehender Wanne. Die schicke Wanne hatte ich nie genutzt, dabei bade ich doch so gerne. Wir hatten einen sogenannten "Club-Room", welcher einige Vorteile bot. Unter anderem gab es allabendlich ab 17h30 Cocktails, warme und kalte Häppchen (Canapés genannt, hach wie schön) und einiges mehr in der Club-Lounge. Wir nahmen das Angebot gerne an, hätten aber auch ohne diese Privilegien eine schöne Zeit gehabt. Es war erstaunlich was manche Zeitgenossen in dieser Lounge in sich reinschaufelten. Ich kann es nicht anders ausdrücken. Die Gratisangebote wurden völlig ausgereizt. Für einige war es sicher das einzige Essen am Abend. Nun ja, jeder wie er möchte. Das Dusit besitzt 2 grosse Pools mit bequemen Liegen (Foto rechts oben). Am kleineren der (grossen) Pools gab es jeden Morgen um 11 Uhr ein dezentes Animationsprogramm. Ein bisschen Musik, ein bisschen (Wasser)-Gymnastik, why not. Positiv war, dass es an den Pools keinerlei Liegenreservierer gab. Es gab aber auch zu jeder Zeit immer ein freies Plätzchen, wenn nicht an den Schwimmbädern, dann unten am Strand oder auf der riesigen Liegewiese. An besagter Wiese gab es einmal helle Aufregung, als sich eine giftgrüne Schlange (dick wie ein Daumen, ca. 1,5 m lang) in aller Ruhe durchs Gras schlängelte. Ich kenne mich mit Schlangen so semigut aus und glaube zu wissen, dass solch auffällig gefärbten Exemplare sicherlich äusserst giftig sind. Ein Mitarbeiter des Hotels schnappte sich souverän wie der mehr oder weniger berühmte Rob Bredl das Reptil und ging von dannen. Ob er das Tier tötete (ich hoffe nicht), oder es einfach weit entfernt wieder aussetzte weiss ich nicht. Von dem kleinen Schreck mal abgesehen, genossen wir die Zeit im Hotel, die Ruhe, einfach den Komfort eines 5-Sterne-Hauses, übrigens früher mal der Sheratonkette zugehörig.

Einmal zog es uns nach Ao Nang, dem touristischen Hot-Spot Krabis. Wir waren 4 Std. da, das reichte auch völlig aus. Wir erwarben einige Klamotten, assen mittelprächtig zu Mittag und waren letzlich froh wieder im Hotel zu sein. Fussläufig zum Hotel gibt es zahlreiche Restaurants, sowohl am Strand, als auch oben an der Strasse. Wir probierten einige aus, ein richtiger Flop war nicht dabei. Unser Favorit an der Strasse war das "The Terrace", am Strand die Sunsetbar. Hier traf die lateinische Floskel "Nomen est Omen" zu, gab es  doch atemberaubend schöne Sonnenuntergänge zu bestaunen. 7 Tage weilten wir im Dusit dann hiess es Abschied nehmen. Abschied nehmen vom Dusit, nicht aber von Thailand. Ein weiteres Strandhotel wartete auf uns, das Tupkaek Sunset Beach-Resort.     

Der erste Eindruck des Hotels war schon mal sehr gut. Von der Rezeption aus blickten wir aufs türkisfarbene Meer, klasse. Wir hatten einen Gartenbungalow gebucht, der in keinem Garten lag, aber einen zarten Blick durch die Beach-Bungalows aufs Meer gewährte. Die in erster Strandreihe gelegenen Beach- Bungalows waren leider ausgebucht. Wir packten unsere 7 Sachen aus und legten uns auf eine der unzähligen Liegen am Strand. Es war warm, sehr warm. Das Bier war kalt, sehr kalt und es schmeckte. Die Andamanensee war wohlig temperiert, es passte erstmal alles. Die erste Nacht stand an. Wir legten uns aufs Ohr und standen direkt wieder auf. Das Bett fühlte sich bretthart an, dennoch konnten wir letztlich halbwegs gut schlafen. Die nächsten Tage, bzw. Nächte gewöhnten wir uns an die wirklich ungewöhnlich harten Matratzen. Ob diese Härte gut oder schlecht für europäische Büro-Knochen ist weiss ich nicht. Müsste man mal einen Orthopäden fragen.

Wir verbrachten 6 Tage im Tupkaek und genossen jeden einzelnen davon. Nach einem guten Frühstück chillten wir zumeist am Strand mit seinem traumhaften Blick auf die berühmten thailändischen Karstfelsen (Foto links oben). Leider gab es im Gegensatz zum Dusit Thani Beach Resort hier einige Liegenreservierer. Waren es Deutsche? Mitnichten. Das Hotel war in skandinavischer Hand und einige der Nordlichter meinten es wäre sinnvoll bereits vor dem Frühstück mehrere Liegen mit den Handtüchern zu drapieren. Nichtsdestotrotz hatten wir das Vergnügen eine wirklich angenehme Gästestruktur zu beobachten. Merke, auch Liegenreservierer können nette Leute sein. Am Strand fiel uns schnell ein zutraulicher, mittelgrosser Hund auf. Das Tier holte sich bei den Hotel-Gästen in unregelmässigen Abständen seine Streicheleinheiten ab. Auch ich "massierte" ihm (ihr?) den Kopf. Ich glaube es war ein Rüde. Hab nicht so genau hingeschaut, ist auch sekundär. Als ich mich dann ins Wasser begab nutzte der Hund seine Chance und legte sich kurzerhand auf meinen Liegestuhl. Er/sie lag direkt neben dem "Meiers Weltreisen-Reiseführer Thailand". Skurilles Bild, siehe Fotos - Tupkaek Sunset Beach Resort, 3. Reihe rechts. Dies war nicht die einzige kuriose Tierbegegnung. Einmal lag ich tiefenentspannt in ein Buch versunken am Strand, da sah ich aus dem Augenwinkel heraus eine Echse an meinen Flip-Flops. Erstmal nix ungewöhnliches, aber diese Echse war ungewöhnlich. Sie stand nicht normal da, sondern aufrecht. Auf den Hinterbeinen. Das sah strange aus. Sie stand nicht nur komisch da, sie hielt sich auch an meinen (in der Khao San Road erworbenen) Flip-Flops fest. Was will sie damit? Ich machte ein Foto und "rettete" die Badelatschen. Die Echse trollte sich und wirkte entrüstet. Gefiel ihr die Marke, die Farbe, der Geruch? Man weiss es nicht und wird es nie erfahren! Das Tier gibt es im Übrigen auch in der "Tupkaek Sunset Beach Resort"-Galerie zu sehen. Viele Katzen gab es ebenfalls zu sehen. Scheu waren sie überhaupt nicht, einige von ihnen zogen merkwürdige, undefinierbare "Fratzen". So, wir hatten also einen tollen Strand, einen hübschen Bungalow und Tiere die sich recht seltsam verhielten.

Wie sah es kulinarisch aus? Es gibt nahe dem Tupkaek-Resort nur 2 Restaurants. Das Tupkaek Seafood-Restaurant und das zu einem neu eröffneten Hotel gehörende Krabi Resort-Project. Wir waren mit beiden Lokalitäten mehr als zufrieden. Das Essen war gut, einigermassen günstig und die Bedienung(en) wirklich freundlich. Im Krabi-Resort-Project gibt es neben dem guten Essen abends noch chillige Musik und leckere Cocktails. Wer zur entsprechenden Zeit kommt, geniesst das Ganze noch mit einem Blick auf die untergehende Sonne über dem Meer. Die Zeit verging, welch Überraschung, viel zu schnell und so hiess es die Heimreise anzutreten. Es standen noch 3 Flüge vor uns. Zunächst ging es von Krabi nach Bangkok. Hier hatten wir mehrere Stunden Aufenthalt, bevor es spätabends mit Oman-Air nach Muscat und schliesslich weiter nach Frankfurt ging. Wir hatten viel Platz im Flieger, da wir für einen (unserer Meinung nach) geringen Aufpreis sehr zeitig XL-Plätze am Notausgang reservierten. Die Beinfreiheit war überragend, man muss jedoch mit der Gewissheit klarkommen, dass sich vor einem ständig Leute aufhalten welche die WC`s aufsuchen, oder sich einfach mal die Füsse vertreten. In Frankfurt angekommen erwischte uns gleich die schneidende Februar-Kälte, aber wir blieben stabil und gesund. Ein durch und durch gelungener Urlaub war Geschichte.


Infos

Reisezeit: Für Bangkok und insbesondere Krabi gelten die Monate November bis März als sehr gute Reisezeit. Es regnet praktisch nicht und die Temperaturen bewegen sich zwischen 28 u. 35 Grad. Erstaunlicherweise hatten wir in Bangkok in den ersten Tagen recht frische Früh-Temperaturen von nur rund 18 Grad, dies stellt aber die absolute Ausnahme dar. Es wurde auch rasch wärmer.

 

Visa: Für Thailand ist kein Visum nötig, wenn die Reise 30 Tage nicht überschreitet. Ein noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass ist völlig ausreichend.

 

Zeitverschiebung: Thailand ist Deutschland im Winter 6 Std. voraus. Ein bisschen Jetlag ist also einzukalkulieren.

 

Währung: Der Euro ist z. Z. knapp 39 thailändische Baht wert, Stand März 2018.

 

Anreise: Nach Bangkok zu kommen ist natürlich kein Problem. Sehr viele namhafte Airlines fliegen die thailändische Metropole an, u. a. ab Frankfurt Lufthansa und Thai Airways (direkt), oder die sehr guten Golf-Carrier mit Zwischenstopp auf der arabischen Halbinsel. Wir entschieden uns dieses Mal für Oman Air, eine gute Wahl. Nach Krabi flogen wir mit Bangkok-Airways, innerhalb Thailands (und nicht nur da) immer empfehlenswert.

 

Sicherheit: Bangkok ist ein Moloch, bei dem es gilt stets wachsam zu sein. Dennoch ist es nicht unsicherer als in einer deutschen Metropole. Insbesondere der Strassenverkehr ist allerdings deutlich chaotischer und gefährlicher als hierzulande. Krabi ist sicher, auch für allein reisende Frauen, wenn man nicht gerade spätnachts angetrunken in Ao Nang "herumfällt". Dies gilt natürlich auch für uns Herren.